Die Antwort des PopRates Saarland auf die Echo-Kollegah-Farid Bang-Debatte. Zur Sensibilisierung des Bewusstseins von allen Beteiligten für die Funktion und Macht von Sprache. Und für eine Erziehung zum reflektierten und differenzierten Umgang mit dem Wort – gerne mittels des Trägers Musik, Pop-Musik.

Frischer Artikel in der Saarbrücker Zeitung zum Projekt „Pop goes Grundschule“: „Der Rapper Drehmoment, alias Markus Trennheuser, besuchte die Grundschule Wadrill/Steinberg für einen Workshop. Jede Klasse textete ihren Song.

Antwort des PopRates Saarland auf die Echo-Kollegah-Farid Bang-Debatte: „Pop goes Grundschule“

Foto: Saskia Walpuski

Mehr zum Projekt gibt es hier oder in der Pressemitteilung:

„Pop goes Grundschule“ – Initiative des PopRates bringt Rapper Drehmoment an die Grundschulen – „Gefühl für Rhythmus und einen richtigen und verantwortungsvollen Umgang mit Sprache“

„Pop goes Grundschule“ heißt eine Initiative des PopRates Saarland zusammen mit dem Saarländischen Rockmusikerverband (SRV), die seit Anfang 2017 ein Stück lebendige Popkultur in vierten Klassen saarländischer Grundschulen erfahrbar machen will.

„Popkultur ist die Kultur, die die Saarländer am häufigsten nutzen und die ihren Alltag durchdringt. Und gerade die Jüngeren und Jüngsten nutzen das Subgenre `Rap/HipHop´ am stärksten. Der deutsche HipHop mit seinen Stars ist das erfolgreichste Subgenre der Popkultur hierzulande. Wir wollen mit diesem Tageskurs in Sachen Rap, durchgeführt von Vorzeige-Rapper und PopRat Drehmoment aus Saarlouis, dieses Stück Popkultur ganz praktisch in die vierten Klassen der Grundschulen tragen. Drehmoment wird mit den Kindern einen Tag lang texten und rappen, was das Zeug hält. Und sensibilisiert sie damit nicht nur für dieses beliebte Musikgenre und gibt ihnen ein Gefühl für Text und Rhythmus, sondern auch für den richtigen und verantwortungsvollen Umgang mit dem Wort – entgegen der Gangsta- und Crime-Rapper-Sprache, die nicht nur in Bezug auf Kollegahs und Farid Bands Auftritt bei der Echo-Verleihung diskutiert wird, sondern auch über die Schulhöfe immer stärker Einzug hält in den Slang der Schüler. Wir wollen den verantwortungsvollen Rap präsentieren. Wir hoffen, dass viele Grundschulen dieses Angebot annehmen“, sagte der PopRat-Vorsitzende Peter Meyer.

Die Vorsitzende des SRV, Kathrin Berger, sagte: „Pop goes Grundschule ist ein tolles Projekt der Nachwuchsförderung. Auch Kinder, die sonst nicht selbst musizieren, haben so die Möglichkeit, ihre Kreativität zu entdecken. Besonders gut finde ich, dass die Kids Text und Musik selbst mit erarbeiten. Es ist immer sehr interessant, durch eigene Kreation von Musik etwas von der Weltsicht der Kinder zu erfahren.“

Rapper Drehmoment hat bisher fünf Soloalben selbst produziert. Der gebürtige Saarlouiser hat das Saarland und das junge Radio des SR, UNSERDING, beim New Music Award 2014 der ARD im Admiralspalast in Berlin vertreten. Er war Finalist der „SAE Jamession 2007“, dem größten Rap-Contest Deutschlands und ist Träger des „Kulturpreises Saarlouis 2009“ für „Musik und Komposition“. Das PopRat-Vorstandsmitglied steht ständig auf den Bühnen Deutschlands, darunter drei Auftritte beim „Halberg Open Air“ und zwei Gastauftritte im Rahmen von Gentleman´s „Diversity-Tour“, mit dem er auch schon Songs produziert hat. Der studierte Kulturwissenschaftler leitet seit 2014 Rap-Workshops an weiterführenden Schulen im Rahmen des Verbands saarländischer Jugendzentren in Selbstverwaltung.

„Die Arbeit mit Grundschülern der vierten Klasse wird ein spannendes Abenteuer. Ich freue mich auf die glücklichen Gesichter, wenn die ersten Texte stehen oder wir sogar zusammen den von der Schulleiterin gewünschten Schulsong hinkriegen. Mir ist es wichtig, dass ich die Kids da abhole, wo sie stehen und die Texte, die wir zusammen schreiben, etwas mit der Lebenswirklichkeit der Kinder zu tun hat. Über das Texten lernen die Kinder, sich selbst und ihre Umwelt zu reflektieren und sich so auch schon sehr früh gesellschaftlich relevanten Themen anzunähern – und das spielerisch mit Spaß und Spannung. Und der aktive, reflektierte Umgang mit Sprache kann auch Grundlage sein für eine bessere Deutschnote nach der Grundschule“, sagte Drehmoment.

Der Initiator des Projekts, der PopRat Saarland, ist ein Zusammenschluss von Popkultur-Treibenden. Seine Ziele: die Förderung der Popkultur und ihrer nachhaltigen Entwicklung in allen gesellschaftlichen Bereichen; die Entwicklung und Beförderung des Popkultur-Konzeptes „Home of Pop“ mit seinen Kreativsäulen und dem Ziel des Aufbaus der Marke „Popland Saarland“; die Vernetzung der Popkultur-Akteure des Saarlandes und der Großregion und deren Aktivitäten untereinander und auf nationaler und internationaler Ebene; die Förderung der Zusammenarbeit der alten Kulturen und neuen Kulturen/Popkultur-Genres. Im November vergangenen Jahres hatte er der Öffentlichkeit das viel beachtete Konzept „Home of Pop“ zur strategisch-institutionellen Förderung der Popkultur im Saarland vorgestellt. Er ist sehr breit in der saarländischen Kulturszene verwurzelt, in ihm finden sich Musiker, darstellende Künstler, Verleger, Autoren, Galeristen, Journalisten, Agenturchefs, Labelchefs, Popakademie-Absolventen, Absolventen der Hochschule für Musik und der HBKsaar, Dozenten der Universität des Saarlandes, Festivalmacher und Veranstalter von Konzerten, Conventions, Pop-Projekten, Lesungen und Happenings, in ihm sind aber auch branchen-nahe Vereine wie der Saarländische Rockmusiker Verband (SRV), der Rockförderverein Saarbrücken, Rockstar e.V., das Musikmanagement-Netzwerk der Universität des Saarlandes e.V., der Verein 2. Chance, das Initiativ Theater e.V. oder das Musikbüro e.V. mit Machern vertreten. Er wird also bereits als eine Art Dachverein oder Verband für Popkultur angesehen. Stolze PopRäte sind beispielsweise Erfolgsautor und Saarland-Botschafter Markus Heitz, Festivalmacher Thilo Ziegler, Musiker und Saarland-Botschafter Thomas Blug, Urban Art-Künstler und Galerist Patrick „Reso“ Jungfleisch, HBK- und HfM-Dozent und Komponist Stefan Zintel, HTW-Professor, Architekt und Musiker Stefan Ochs, Galerist Benjamin Knur, Jazz-Experte Dr. Peter Kleiß, Atelier-Bookerin Trixi Hussong, FARK-Organisator Benjamin Kiehn, der Rapper Drehmoment, Musikmanager Carmelo Lo Porto, Baker Street-Betreiber Julian Blomann, Steakknife-Gitarrist Stephan „Stoffel“ Junkes, Powerwolf-Keyboarder Falk Maria Schlegel, der Geschäftsführer der Neunkircher Kulturgesellschaft, Uwe Wagner, Label-Chef Markus Schneider oder der Generaldirektor des Weltkulturerbe Völklinger Hütte, Prof. Dr. Meinrad Maria Grewenig und viele, viele mehr. Die Bewegung wächst.

Der 1988 gegründete Saarländische Rockmusikerverband e.V., kurz SRV genannt, ist eine gemeinnützige Einrichtung zur Förderung der saarländischen Popularmusikszene. Seit seiner Gründung setzt der SRV Konzepten zur Förderung der saarländischen Rock- und Popszene, insbesondere im Bereich der musikalischen Nachwuchsförderung um. So steuert das Rockmobil als Kooperationsprojekt mit dem Regionalverband regelmäßig verschiedene Anlaufstellen für Jugendliche an. Darüber hinaus ist der SRV der saarländische Partner des Projektes „Multipistes“ zur Förderung, Vernetzung und Professionalisierung von Bands in der Großregion. Weitere Informationen über Projekte und auch die Proberaumvermietung sind unter www.srv-sb.org zu finden.

Der PopRat finanziert das Projekt an der jeweiligen Grundschule zur Hälfte, die andere Hälfte kommt von den Grundschulen selbst und/oder deren Fördervereinen. Angedacht ist, neben Drehmoment auch noch weitere Musiker mit dem Projekt „Pop goes Grundschule“ in die Grundschulen zu schicken.

Interessierte Grundschulen wenden sich bitte an den PopRat Saarland e.V., Peter Meyer: E-Mail: electricity.pm@gmail.com


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Cookie-Einstellung

Bitte treffen Sie eine Auswahl. Weitere Informationen zu den Auswirkungen Ihrer Auswahl finden Sie unter Hilfe.

Treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Alle Cookies zulassen:
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies von Drittdiensten.
  • Nur First-Party-Cookies zulassen:
    Nur Cookies von dieser Webseite, auch für Analysezwecke.
  • Keine Tracking-Cookies zulassen:
    Es werden keine Cookies gesetzt, es sei denn, es handelt sich um technisch notwendige Cookies.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Datenschutzerklärung.

Zurück