„Games, Games, Games“ Ringvorlesung 4: Spielbare Literatur? Games als Labor für neue Formen des Erzählens

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Spielbare Literatur? Games als Labor für neue Formen des Erzählens: Vortrag von Nico Czaja (xm:lab) im Rahmen der Ringvorlesung „Games, Games, Games!“ von Medienwissenschaft, Amerikanistik und PopRat Saarland – Mittwoch, 13. November, 18.15 Uhr, Campus der Universität des Saarlandes (Gebäude B3 1, Hörsaal 1)

Am kommenden Mittwoch, 13. November, 18.15 Uhr, auf dem Saarbrücker Universitäts-Campus geht die Ringvorlesung „Games, Games, Games! Das Videospiel zwischen Kunst und Pop, Code und Kommerz“ in die vierte Runde. Sie wird organisiert von der Medienwissenschaft und der Amerikanistik der Universität des Saarlandes in Kooperation mit dem PopRat Saarland im Rahmen des Zertifikats „Angewandte Popstudien“ und wird von der saarländischen Spieleförderungs-Initiative „Game Base Saar“ unterstützt.

„Spielbare Literatur? Games als Labor für neue Formen des Erzählens“ lautet der Titel des Vortrags von Nico Czaja. Nico Czaja ist von Geschichten fasziniert, in denen er selber mitmischen darf – mindestens seitdem Mama ihm als Dreijährigem den kleinen Häwelmann vorgelesen hat, vielleicht sogar länger, die Aufzeichnungen sind lückenhaft. Heutzutage unterrichtet er interaktives Erzählen an der HBKsaar und ist Autor diverser spielbarer Erzählungen, unter anderem einer Reihe begehbarer, ortsbasierter Hörspiele für das Hörspur-Projekt des xm:lab, das er dort gemeinsam mit Michael Schmitz ins Leben gerufen hat. Zwischen Hävelmann und heute liegen unter anderem ein Ethnologiestudium, mindestens ein halbfertiger Roman, diverse Projekte sowie ein lebenslanger intensiver, kritisch-freudiger Konsum von Geschichten in Form von Büchern, Spielen, Buchspielen und Spielbüchern aller Art, begleitet von einem stetig wachsenden Sendungsbewusstsein bezüglich des erzählerischen und künstlerischen Potentials interaktiver Narrative.

Seit Beginn der Videospiel-Ära haben Games Geschichten erzählt. Gute waren das zunächst nur in den wenigsten Fällen. Insbesondere in den letzten Jahren aber ist das interaktive Erzählen immer mehr aus den Kinderschuhen herausgewachsen und hat als Kunstform große Schritte gemacht – und wenn die Synthese zwischen Spiel und Geschichte gelingt, kommt etwas dabei heraus, das in keinem anderen Medium möglich ist: Ein Storygame, eine Gamestory, ein Experimentierfeld für neue Erzählformen, deren Potential noch lange nicht ausgeschöpft, geschweige denn vollständig verstanden ist. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Besonderheiten des interaktiven Erzählens gegenüber „herkömmlichen“ Erzählformen, stellt zentrale Konzepte vor und beleuchtet anhand einiger besonders gelungener und besonders misslungener Beispiele die Möglichkeiten und die Herausforderungen, die uns Games als erzählendes Medium bieten.


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