„Games, Games, Games“ Ringvorlesung 7: »It’s not a game!« – Minimalismus, »Walking Simulators« und andere Subversionen

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Am kommenden Mittwoch, 4. Dezember, 18.15 Uhr, auf dem Saarbrücker Universitäts-Campus geht die Ringvorlesung „Games, Games, Games! Das Videospiel zwischen Kunst und Pop, Code und Kommerz“ in die siebte Runde. Organisiert wird sie von der Medienwissenschaft und der Amerikanistik der Universität des Saarlandes in Kooperation mit dem PopRat Saarland im Rahmen des Zertifikats „Angewandte Popstudien“. Die Finanzierung erfolgt durch die saarländische Spieleförderungs-Initiative „Game Base Saar“ der Saarland Medien.

„»It’s not a game!« – Minimalismus, »Walking Simulators« und andere Subversionen“ lautet der Titel des Vortrags von Adrian Froschauer. Froschauer ist Literatur- und Medienwissenschaftler im Graduiertenkolleg »Europäische Traumkulturen« an der Universität des Saarlandes, wo er an einem Promotionsprojekt zur Darstellung und Funktion von Traumsequenzen in Computerspielen forscht. Er schreibt als Journalist für Publikationen wie das Computerspiele-Magazin WASD.

„Das ist gar kein richtiges Spiel!“ Diesen Vorwurf richten Gamer gerne an Computerspiele, die mit gewissen Regeln und Paradigmen des Game Designs brechen. Man spottet über sogenannte ‚Walking Simulators‘, die den Spielenden ‚nur‘ erlauben, sich fortzubewegen und keine anderen Interaktionen. Langsamkeit, minimalistisches oder verwirrendes Design, Einschränkung von Handlungsfreiheit und viele andere ‚Mängel‘ werden kritisiert. Die magischen Buzzwords, die angeblich ein optimales Spielerlebnis garantieren, sind ‚Immersion‘, ‚Agency‘ und ‚Flow‘. Doch Spiele, die diese Regeln bewusst brechen, können eine ganz eigene Erfahrung bieten.

Die Ringvorlesung beschäftigt sich mit dem Videospiel aus unterschiedlichen Perspektiven der Wissenschaft und der Branche. Sie findet wöchentlich bis einschließlich 29. Januar 2020 jeweils mittwochs von 18.15 Uhr bis 19.30 Uhr auf dem Campus der Universität des Saarlandes (Gebäude B3 1, Hörsaal 1) statt und richtet sich sowohl an Studierende als auch an die interessierte Öffentlichkeit.


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