„Games, Games, Games“ Ringvorlesung 9: Wenn die Landschaftserfahrung zum Selbstzweck wird – Über Architektonik und Involvierungsstrategien der Open-World-Computerspiele

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Am kommenden Mittwoch, 18. Dezember, 18.15 Uhr, auf dem Saarbrücker Universitäts-Campus geht die Ringvorlesung „Games, Games, Games! Das Videospiel zwischen Kunst und Pop, Code und Kommerz“ in die zehnte Runde. Organisiert wird sie von der Medienwissenschaft und der Amerikanistik der Universität des Saarlandes in Kooperation mit dem PopRat Saarland im Rahmen des Zertifikats „Angewandte Popstudien“. Die Finanzierung erfolgt durch die saarländische Spieleförderungs-Initiative „Game Base Saar“ der Saarland Medien.

„Wenn die Landschaftserfahrung zum Selbstzweck wird – Über Architektonik und Involvierungsstrategien der Open-World-Computerspiele“ lautet der Titel des Vortrags von Dr. Marc Bonner. Bonner hat Kunstgeschichte, Neuere Geschichte und Informationswissenschaft an der Universität des Saarlandes studiert. Von 2009 bis 2013 war er Lehrbeauftragter des Kunsthistorischen Instituts sowie des Bachelor Optionalbereichs an der Universität des Saarlandes und von 2013 bis 2017 Lecturer am Institut für Medienkultur und Theater an der Universität zu Köln. Seit Oktober 2017 ist er Leiter des DFG-Projekts „Offene-Welt-Strukturen: Architektur, Stadt und Landschaft im Computerspiel“.
Ob als vom Meer umtoste Inselwelten, von steilen Hängen begrenzte Bergtäler oder verwinkelte, in Kaskaden gestaffelte Häusermeere – Open-World-Computerspiele inszenieren eine landschaftliche Weite im Sinne einer kohärenten Welthaftigkeit, deren vermeintlich unüberwindbare Ausmaße doch abschreitbar und auf Basis von miteinander verketteten Ausblickspunkten auch überschaubar bleiben. Der Vortrag wird zunächst die Grundlagen des spielimmanenten Raums darlegen, um darauf aufbauend entlang der Konzepte prospect pacingstriated wilderness und world-shaped hall die Involvierungsstrategien dieser dem Computerspiel eigenen Form von Weltinszenierung analytisch zu fassen. Mit einem transdisziplinären Ansatz zwischen Game Studies, Medienwissenschaft, Kunstgeschichte, Raumtheorie, Kulturgeographie und Phänomenologie wird auf Basis aktueller Beispiele das Phänomen der Open-World-Computerspiele thematisiert.

Die Ringvorlesung beschäftigt sich mit dem Videospiel aus unterschiedlichen Perspektiven der Wissenschaft und der Branche. Sie findet wöchentlich bis einschließlich 29. Januar 2020 jeweils mittwochs von 18.15 Uhr bis 19.30 Uhr auf dem Campus der Universität des Saarlandes (Gebäude B3 1, Hörsaal 1) statt und richtet sich sowohl an Studierende als auch an die interessierte Öffentlichkeit.


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